Island während der Pandemie

Anreise

Unser Flug musste zweimal umgebucht werden, weil viele Flüge als Folge der geänderten Einreisebestimmungen storniert wurden. In unserem Fall waren dann alle guten Dinge drei, denn die nächste Buchung blieb uns erhalten. Am Flughafen erfuhren wir bei der Kofferaufgabe, dass nur wir und noch etwa 18 andere Mitreisende überhaupt mitfliegen. Alle anderen, geschätzten 200-250 Buchungen, wurden ebenfalls storniert. Da wir eine isländisches Fluglinie gebucht hatten, wurde dieser Flug glücklicherweise nicht gecancelt. Gefühlt gab es mehr Flugbeleiter als Passagiere. Die Ansteckungsgefahr ging vermutlich gegen Null. Ich gehe davon aus, dass dies ein einmaliges Erlebnis bleibt!

Testung und Quarantäne

Bei der Ankunft wurden wir direkt zu einem Testbereich geleitet. Das Ergebnis erhielten wir über eine vorher installierte App am gleichen Nachmittag. Die nächsten fünf Tage haben wir verschiedene (menschenleere) Naturattraktionen besichtigt. Das war absolut unproblematisch, weil Island erstens in der Hauptsache Natur zu bieten hat und zweitens, im Vergleich zu unserem ersten Besuch, deutlich weniger Touristen vor Ort waren. Unten sieht man am Beispiel des Gulfoss (goldener Wasserfall) den Unterschied. Wie auf den Bildern gut zu sehen ist, sind 2017 deutlich mehr Menschen vor Ort. Der zweite Coronatest konnte dann in der Nähe unserer Unterkunft, im Gesundheitsamt von Selfoss, durchgeführt werden. Am Nachmittag bekamen wir per App das zweite Ergebnis, auch negativ. YEAH! Ab jetzt gab es gar keine Einschränkungen mehr.

Gulfoss 2020
Weg zum Gullfoss 2017
Gullfoss 2017

Fazit

Wir haben die Quarantäne, wie sie die Isländer definieren, nicht als große Urlaubseinschränkung empfunden. Alle Unternehmungen, wie z.B. einen Besuch in Reykjavik oder eine Whalewatchingtour haben wir ab dem 6.Tag geplant. Wie wir von unserem Vermieter erfahren haben, war es auch überhaupt kein Problem in den Restaurants vor Ort Essen zu bestellen und vor dem Restaurant abzuholen. Das haben wir dann natürlich gerne genutzt. Die größte Ansteckungsgefahr geht wahrscheinlich von der Enge im Flugzeug aus. Natürlich besteht auch das Risiko eines positiven Testergebnisses am Flughafen und in der Folge eine 14 -Tage Isolation. Dieses Risiko könnte aber durch eine Testung kurz vor der Reise minimiert werden. Ein Restrisiko bleibt! Eine Reise während der Pandemie zu unternehmen bleibt aber grundsätzlich immer eine Frage von persönlichen Abwägungen.